Afrika

Kuba in Afrika

Cuba in Africa – Cuba en Africa

Diese Seite befasst sich mit der typischen Uniformierung und Ausrüstung kubanischer Soldaten auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz (Angola, Mosambik und Äthiopien) zwischen 1976 und 1989.

This site is about the typical uniforming and equipment of cuban soldiers in the african theatre of war (Angola, Mozambique and Ethiopia) between 1976 and 1989.

Este sitio va sobre los uniformes y equipamientos de los soldados cubanos en el escenario de la guerra africano (Angola, Mozambique y Etiopía) entre 1976 y 1989.

Allgemein:

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Das kubanische Engagement in Angola fand unter dem Decknamen „Operation Carlota“ statt. Zwischen 1975 und 1991 kämpften mehrere zehntausend kubanische Soldaten in der Volksrepublik Angola an der Seite der FAPLA – Forças Armadas Populares de Libertação de Angola (dt. Volksarmee zur Befreiung Angolas). Während dieser Zeit fielen ca. 2500 Kubaner.

Ziele des kubanischen Engagements waren die Bewahrung der angolanischen Unabhängigkeit, das Erringen der Unabhängigkeit Namibias sowie das Ende der Apartheid in Südafrika.

Unabhängigkeit Angolas:

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Die Nelkenrevolution Portugals 1974 führte schlagartig zur Unabhängigkeit der letzten Kolonien Afrikas: Angola, Mosambik sowie Guinea-Bissau. Während Mosambik und Guinea-Bissau verhältnismäßig friedlich in ihre Unabhängigkeit schritten, sah dies bei Angola anders aus. Ausschlaggebend für den Konflikt waren die verschiedenen politischen Strömungen. Kämpften die Parteien noch gemeinsam gegen die portugiesischen Kolonialherren, sollte sich das nach dem Ende der Kolonialzeit ändern. Während die MPLA (Volksbewegung zur Befreiung Angolas) einen sozialistischen Weg für Angola wollte, wollten die anderen beiden Parteien (UNITA und FNLA) ein, dem Westen zugewandtes, Angola. Während die dem Westen zugewandten Parteien deutlich von den USA, Zaire, Frankreich und Großbritannien unterstützt wurden, stand die MPLA weitgehend ohne Schützenhilfe seitens der UdSSR dar. Am 15. Januar 1975 einigten sich MPLA, UNITA, FNLA und Portugal auf den Tag der Unabhängigkeit. Dieser war für den 11. November 1975 vorgesehen. Da eine geordnete Übergabe Angolas aufgrund der ideologischen und ethnischen Differenzen scheiterte, wurde eine Einigung seitens der Konfliktparteien mit Waffengewalt angestrebt. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit. Denn wer bis zum Stichtag die Hauptstadt Luanda unter seine Kontrolle brachte, hatte auch die Regierungsgewalt inne. Bis zur Mitte des Jahres 1975 konnte die MPLA in der Hauptstadt Luanda behaupten und halten. Dabei stand die MPLA unter massivem Druck. Von Norden her, stand die FNLA an den Toren Luandas. Auch von Süden her, baute sich massiver Druck auf. Denn neben der UNITA, standen nun auch südafrikanische Truppen, welche seit August 1975 in Angola operierten, an den Toren Südafrikas.

Kubanische Intervention:

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Als sich die Lage für die MPLA im weiter zuspitzte und ein Verlust Luandas drohte, intervenierte Kuba mit der Entsendung kubanischer Spezialeinheiten. Zwischen dem 9. und 13. November 1975 landeten drei Kompanien des ersten Bataillons der Tropas Especiales del MININT mit insgesamt 625 Kämpfern in Angola. Aufgabe war es, die südafrikanischen Einheiten zu stoppen und solange aufzuhalten, bis Verstärkung aus Kuba kam. Zudem wurde mit dem Einsatz garantiert, dass die MPLA die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Portugals erklären und die Volksrepublik Angola ausrufen konnte. Zwischen November 1975 und Mitte 1976 fielen lediglich zwölf kubanische Kämpfer dieser Einheiten. Bis zum Ende des Jahrzehnts wurde die Anzahl kubanischer Kämpfer auf ca. 36.000 aufgestockt. Insgesamt waren ca. 300.000 kubanische Kämpfer in Angola (1976-1991). Zusammen mit der MPLA und der namibischen SWAPO konnten die Kubaner bis zum Ende der 1980er Jahre Südafrika militärisch schlagen. Im August 1988 kam es zum Dreimächtevertrag zwischen Angola, Kuba und Südafrika.

Cuba-Angola

Dieser Vertrag sah den Abzug der südafrikanischen Truppen aus Angola und Namibia, die Unabhängigkeit Namibias und den Abzug der kubanischen Truppen innerhalb von 30 Monaten aus Angola vor. Südafrika hatte aufgrund seiner militärischen Niederlage zu diesem Zeitpunkt keine wirkliche Option gehabt. Die Weiterführung der Kampfhandlungen hätte eine Invasion Kubas und Angolas in Namibia zur Folge gehabt und hätte Südafrika direkt bedroht. Weitere Folgen der südafrikanischen Militärintervention waren eine massive Isolierung Südafrikas sowie der wirtschaftliche Niedergang. All dies führte letztendlich zum Niedergang der Apartheid.

Winterjacke Typ 1 – 1980er Jahre
winter jacket type 1 – 1980s

Diese Winterjacke im sog. „grey lizard“ Tarnmuster stammt aus den 1980er Jahren. Wie auch sein olivgrünes Pendant wurde auch diese Jacke in den Wintermonaten aufgetragen, da trotz der klimatischen Verhältnisse besonders die Nächte mitunter stark abkühlten. Die Jacke ist gefüttert. Allerdings nicht so stark wie vergleichbare Winterjacken aus dem Ostblock. Auf der Vorderseite besitzt die Jacke zwei große, aufgesetzte Taschen. Die Ärmel weisen ovale Verstärkungen im Ellenbogenbereich auf. Verschlossen wir die Jacke mit fünf olivfarbenen Plasteknöpfen, welche in eine verdeckte Knopfleiste geknüpft werden. Der oberste sechste Knopf im Kragenbereich dürfte wohl kaum Anwendung gefunden haben. Des Weiteren besitzt die Jacke Schulterschlaufen. Ob darauf Dienstgradabzeichen aufgeschlauft wurden kann bezweifelt werden, da diese gerade einmal vier Zentimeter schmal sind. Im Taillenbereich gibt es eine Verstellmöglichkeit per Kordel. Interessant bei diesem Stück ist, dass dieses von „Caribe“ hergestellt wurde. Die normale Bekleidung dagegen wurde von „Triunfo“ hergestellt.

 

Winterjacke Typ 2 – 1980er Jahre
winter jacket type 2 – 1980s

Die hier gezeigte Winterjcke stammt ebenfalls aus den 1980er Jahren. Sie wurde im März 2016 auf Kuba erworben. Der ursprüngliche Träger trug diese Jacke in Angola. Äußerlich unterscheidet sich dieses Modell vom Typ 1 besonders in den Farben. Dabei ist das Grau leicht bräunlicher, das Grün wiederum wirkt etwas heller. Bei dem Braunton handelt es sich mehr um einen dunklen Ockerton. Diese Farbvariante ist eher selten anzutreffen, als das zuvor vorgestellte Typ 1 Modell. Weiterhin gibt es auch deutliche Unterschiede in Schnitt und Austattung. So weist diese Winterjacke vier statt zwei Taschen auf. Dabei sind die Brusttaschen aufgesetzt. Bei den Hüfttaschen handelt es sich um einfache Einschaubtaschen. Alle Taschen lassen sich mit Patten verschließen. Die Schulterschlaufen wirken an ihren Seiten leicht geschwungen. Zudem gibt es hier keine Ärmelverstärkungen im Ellenbogenbereich. Die Ärmelenden lassen sich per Knopf verstellen. Wie auch das Typ 1 Modell besitzt dieser Jackentyp eine Verstellmöglichkeit im Taillenbereich sowie eine verdeckte Knopfleiste. Zudem ist sie ebenfalls mit einem eher schweren Material gefüllt.

 

Zeltbahnen – 1980er Jahre
tarp tent – 1980s

Wie in anderen Armeen auch, nutzten auch die kubanischen Streitkräfte Zeltbahnen, welche zur persönlichen Ausrüstung eines jeden Soldaten gehörte. Das hier gezeigte Stück wurde von kubanischen sowie angolanischen Einheiten genutzt. Das Tarnmuster ist, wie auch die Unformen, im sog. „grey lizard“ Tarnmuster gehalten. In seiner Gestaltung ist es den Zeltbahnen der sowjetischen Streitkräfte nachempfunden. Die Zeltbahn selber hat eine Maße von 180 cm x 180 cm. Es besitzt lediglich einen Eingriff für den rechten Arm, welcher einen Plasteknebelverschluss aufweist. Wie auch beim sowjetischen Modell, gibt es auch beim kubanischen Modell Nackenverstärkungen mit Kordeln. Dadurch lässt sich die Zeltbahn zum Regenumhang umfunktionieren. Verschlossen wurde dieser dann mit zwei weiteren Plasteknebelverschlüssen. Das hier gezeigte Stück weist nachträgliche Änderungen in Form von je sechs großen Metallösen je Seite auf. Vergleichbare Stücke aus Angola wiesen kleine Metallösen auf. Lediglich an den vier Ecken waren große Metallösen angebracht. Diese sind bei dem hier gezeigten Stück noch erhalten.

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