Brigada de la Frontera

Brigada de la Frontera

Grenzbrigade – Border Brigade

Allgemein:

Verbandslogo. (Bild: Manuel Leyva/Cuba Militaria)

Verbandslogo. (Bild: Manuel Leyva/Cuba Militaria)

Die Grenzbrigade stellt einen Teil der östlichen Streitkräfte dar und dient der Sicherung der einzigen Grenze Kubas: zum US-Marinestützpunkt in Guantánamo. Offizielles Gründungsdatum ist der 9. November 1961.

Nach dem Sieg der kubanischen Revolution und vor allem nach der Proklamation des sozialistischen Charakters der Revolution nahmen die antikubanischen Aktionen und Provokationen drastisch zu. Auch der US-Marinestützpunkt spielte und spielt nach wie vor dabei eine Rolle. So fanden bspw. unzählige Konterrevolutionäre Unterschlupf auf dem Stützpunkt. Dies war besonders einfach, da es leidig zwei Wachposten mit je fünf Wachhabenden um den Stützpunkt gab: Caimanera und Boquerón. Aufgrund dessen wurde Anfang der 1960er Jahre auf Initiative der Asociación de Jóvenes Rebeldes de Guantánamo y Caimanera (dt. Gesellschaft der Jungrebellen von Guantanamo und Caimanera), der Milizen, der damaligen Sozialistischen Volkspartei, der Rebellenarmee, der Polizei sowie der Staatssicherheit ein deutlich stärkerer Grenzschutz organisiert. Diese gemischten Einheiten gingen am 9.11.1961 in die neugeschaffenen Revolutionären Streitkräfte auf.

Struktur:

Die heutige Struktur der Grenzbrigade existiert seit dem 9.11.1964. So besteht die Brigade aus zwei Bataillonen mit je fünf Kompanien. Bewaffnet sind die Einheiten mit Infanterie-, Artillerie- und Luftabwehrwaffen. Dies geht auf die Militärdoktrin zurück, die von einer US-Aggression ausgeht. Die Grenzanlage ist seitdem stetig ausgebaut worden und erinnert in ihrem Aussehen an die innerdeutsche Grenze. Auch gibt es nun deutlich mehr Posten als noch zu Beginn der 1960er Jahre.

(Quelle: ecured.cu)

Uniformierung:

Die aktuell verwendete Uniform der Grenzbrigade. (Bild: juventudrebelde.cu)

Die aktuell verwendete Uniform der Grenzbrigade. (Bild: juventudrebelde.cu)

Die Angehörigen der Grenzbrigade tragen aktuell Uniformen im sog. „grey lizard“-Tarn, welcher schon von den kubanischen Internationalisten in Afrika getragen wurde. Bis in die 1980er Jahre nutzte die Grenzbrigade allerdings noch die olivgrünen Uniformen. Wie bei den Avispas Negras sind auch die Dienst- und Felddienstuniform bei der Grenzbrigade identisch. Sie besteht aus einer Jacke, Hose, Käppi sowie olivgrünem Gürtel und Schnürstiefeln aus Leder. Auf dem linken Ärmel befindet sich das Logo der Einheit. Auf die Schulterschlaufen werden olivgrüne Schulterstücke aufgeschlauft.

 

Mütze – Major – „grey lizard“-Tarn – ca. 1990
hat – Major – „grey lizard“ camouflage – ca. 1990

Diese Mütze stammt aus den sehr frühen 1990er Jahren und gehört zur ersten Generation der neuen Uniformen, die noch heute getragen werden. Man erkennt diese Mützen an ihrer Form sowie ihrem Schnitt. Die heutigen Modelle für Stabsoffiziere sind dieselben, wie die der Dienstgrade vom Unterleutnant bis zum Armeegeneral (s. Ejército). Das Material der frühen Mützen wirkt etwas gröber und stabiler als die der heutigen Modelle. Der Dienstgradstern ist aus Metall und ist dunkelgrün gehalten. Entsprechende Metallsterne wurden auch auf den getarnten Schulterklappen sowjetischer Art aufgetragen. Ob der Stern wirklich zur Mütze gehört, ist nicht bekannt, da ein vergleichbares Stück der PNR aus derselben Zeit aufgeklebte Stoffsterne aufweist (was auch schon bei frühen Mützen der zweiten Generation der Mitte 1990er Jahre zu beobachten war). Dennoch ist es auch nicht abwegig, da aufgrund der ökonomischen Verhältnisse zu damaliger Zeit in den Streitkräften viel improvisiert wurde.

 

Dienst-/Felduniform – Stabsfähnrich „grey lizard“-Tarn – Version A
diary/field uniform – first sub officer – „grey lizard“ camouflage – version A

Die vorliegende Uniform wurde dieses Jahr (2014) gekauft. Die Jacke ist etwas einfacher gehalten als die, der Avispas Negras. Sie besitzt eine verdeckte Knopfleiste sowie zwei Brusttaschen. Die Ärmelenden lassen sich per Knopf enger gestalten. Interessant bei diesem Stück ist die Tatsache, dass auf der Innenseite die Markierung für die Wäscherei vorhanden ist. Diese ist sehr aufschlussreich über die Herkunft dieser Uniform:

B-1 = batallón #1 (Bataillon)
C-1 = compañía #1 (Kompanie)
P-2 = pelotón #2 (Zug)
74 = número del soldado (Soldatennummer)

Die Hose weist ebenfalls diese Markierung auf und verfügt über je zwei Gesäß-, Einschub- und Beintaschen. Der Kniebereich ist verstärkt.

This uniform was bought this year (2014). The shirt similar to the shirt of the Avispas Negras. It has a covered botton border and two front pockets. The sleeve’s ends are adjustable with bottons. The marking for the laundry is very interesting. It’s very enlightening about the origin of the uniform:

B-1 = batallón #1 (battalion)
C-1 = compañía #1 (company)
P-2 = pelotón #2 (platoon)
74 = número del soldado (soldier’s no.)

The trousers have the same markings. It has two hip pockets, normal pockets and leg pockets. The knee area is increased. There are waist adjustabilities with d-rings on the left and right side.

 

Dienst-/Felduniform – „grey lizard“-Tarn – Version B
diary/field uniform – „grey lizard“ camouflage – version B

Die hier gezeigte Uniformjacke wurde im Jahr 2014 erworben. Dabei handelt es sich um eine zweite Version dieser Uniform im „Grey Lizard“-Tarn. Hauptunterschied zu der bereits hier vorgestellten Uniformversion sind die insgesamt vier aufgesetzten Taschen auf der Jacke. In der Gestaltung ist die vorliegende Uniform identisch mit seinem olivgrünen Pendant. Aufgrund seiner farblichen Gestaltung wirkt die Uniform matter als die olivgrüne Standartuniform der restlichen Streitkräfte. Interessant bei vorliegender Jacke ist, dass es auch hier eine Kennzeichnung für die Wäscherei vorhanden ist. Allerdings nicht nach o.g. Muster. Der ehemalige Träger dieses Stücks diente in einer Artillerieeinheit der Grenzbrigade. Zu dieser Jackenversion wir dasselbe Modell von Hose getragen, wie es bereits oben dargestellt ist.

 

Die nachfolgend gezeigt Uniform der Version B wurde im Februar 2019 erworben, welche im Monat zuvor aus Kuba eingeführt wurde. Dieses Stück zeigt eine von unzähligen Farbvariationen, die bei den Uniformen der Grenzbrigade existieren. Ähnliches Farbphänomen ist auch schon bei den Felddienstuniformen der Internationalisten in Afrika der 1970er/1980er Jahre bekannt.

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